Was ist eine Flatrate?

Eine Flatrate, oftmals kurz als Flat bezeichnet, bedeutet, dass der Mobilfunknutzer einen festen Betrag für abgehende Anrufe bezahlt. Eine entsprechende vertragliche Vereinbarung kann als All Net Flat für alle Mobilfunknetze und das Festnetz oder als eingeschränkte Flatrate für das einzelne Telefonnetze gebucht werden. Bei der Einzelbuchung ist die Beschränkung auf das Festnetz und das eigene Handynetz am gebräuchlichsten, möglich ist aber auch eine Community Flat, welche sich nur auf Kunden des eigenen Providers oder sogar nur auf Nutzer desselben Tarifes bezieht. Zusätzlich zur Telefon-Flat buchen viele Handynutzer eine Flatrate für den SMS-Versand und die Datennutzung. Nur wenige Dienstleister bieten zurzeit eine Flatrate in ausländische Netze an. Das Buchen einer Flat ermöglicht das unbegrenzte Telefonieren in die eingeschlossenen Mobilfunknetze beziehungsweise in das Festnetz und befreit den Nutzer von der Möglichkeit, aus Kostengründen auf die Dauer seiner Handynutzung zu achten.
Die Kosten für die Nutzung des Mobilfunkgerätes können sowohl über eine Monatsrechnung als auch im Prepaid-Verfahren abgerechnet werden. Beide Zahlungsformen können mit der Abrechnung je Gesprächsminute oder mit einer Flatrate verbunden sein.

Unechte Flatrates

Während eine echte Flatrate keine Begrenzung der Gesprächsminuten enthält, vermarkten Telekommunikationsanbieter ihre Minutenpakete zunehmend ebenfalls unter diesem Produktnamen. Eine All Net Flat 90 bedeutet jedoch nichts anderes, als dass der Kunde mit dem Grundentgelt für seine Mobilfunknutzung neunzig Minuten in alle Netze fest bezahlt, während weitere Gesprächsminuten zusätzlich berechnet werden. Die entsprechenden Verträge sind einerseits günstig, andererseits bieten sie nicht den Vorteil einer echten All Net Flat, beliebig lange telefonieren zu können, ohne auf die entstehenden Kosten achten zu müssen. Darum ist ein Minutenpaket vor allem für Nutzer geeignet, wenn sich ihr Telefonierverhalten zwischen den Monaten nicht ändert und die gewählte Minutenanzahl nicht überschreitet.

Kostenbegrenzung als Alternative

Eine Alternative zu einer Flatrate in alle Netze bietet eine Begrenzung der monatlichen Telefonkosten. In diesem Fall zahlt der Nutzer bis zum Erreichen der Maximalsumme für jede Gesprächsminute und jede SMS, während weitere Gespräche und Kurzmitteilungen nicht berechnet werden. Ein Tarif mit Kostendeckelung ist sinnvoll, wenn der Handynutzer in verschiedenen Monaten unterschiedliche viel telefoniert. Bei einem Kostenvergleich ist darauf zu achten, auf welchen Teil der Handynutzung sich die Kostenbremse bezieht. Während Auslandsgespräche grundsätzlich nicht in diese integriert werden, ist die Datennutzung bei einigen Tarifen enthalten.

Bei einem Vergleich auch auf Bindungsfristen achten

Der Wechsel vom bisherigen Mobilfunkanbieter zu einem günstigeren Provider lohnt sich angesichts der möglichen Ersparnis in vielen Fällen. Sofern der Kunde den Wechsel zu einem Mobilfunkvertrag mit monatlicher Rechnung vornimmt, gilt zumeist eine Mindestvertragslaufzeit von vierundzwanzig Monaten und die automatische Verlängerung um ein Jahr, sofern er nicht rechtzeitig kündigt. Die Veränderung des Tarifes gilt bei einigen Providern als Neuabschluss eines Mobilfunkvertrages, so dass die Mindestvertragslaufzeit neu beginnt, während andere Dienstleister sie als Veränderung eines laufenden Vertrages ohne Auswirkung auf die Vertragslaufzeit einstufen. Keine Mindestlaufzeit ist bei Prepaid-Verträgen zu beachten, da diese grundsätzlich nach Ablauf der gebuchten und bezahlten Flatrate durch den Nutzer beendet werden können. Aus diesem Grund bezeichnen einige Anbieter Prepaid-Tarife auch als Telefonieren ohne Vertrag, was angesichts der auch für Prepaidkarten erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen rechtlich nicht unzutreffend ist.